Warum nicht direkt…?

Wir sind in den letzten Tagen immer wieder gefragt worden, warum wir die Tippgeber-Provision nicht direkt an den Versicherungsnehmer bezahlen.

Die Antwort auf diese Frage ist relativ einfach: Es ist verboten. In Deutschland gibt es (derzeit noch) ein sogenanntes Provisionsabgabeverbot. Dieses deutsche Verbot geht – wie so manch andere überkommene Rechtsnorm – auf ein Gesetz aus der Vorkriegszeit zurück und ist in Europa einmalig. Entsprechend ist es auch immer wieder in der Diskussion, da es letztlich den Wettbewerb einschränkt, indem es Preise am Markt zementiert. Denn Rabatte für Kunden – die Versicherungsnehmer – sind damit nicht erlaubt.

So wie die deutsche Zugabeverordnung und das Rabattgesetz dem Wunsch der Märkte nach Liberalisierung nicht mehr Stand gehalten haben, ist es auch nur noch eine Frage der Zeit, bis das Provisionsabgabeverbot ebenfalls fällt. Gegen die Abschaffung wehren sich derzeit vor allem die großen Strukturvertriebe, die ihr Geschäftsmodell in Gefahr sehen. Mündige Verbraucher, die inzwischen genau wissen, wie viel Abschlusskosten in Form von Vermittlungsprovisionen in ihre Versicherungen einkalkuliert sind, machen dieses Spiel aber nicht mehr lange mit.

Deswegen richten wir uns aufgrund der geltenden Gesetzeslage nur an Tippgeber, die uns Kontakte zu gut informierten Versicherungsnehmern vermitteln. Es gibt viele Menschen in Deutschland, die sich den Abschluss einer Krankenversicherung, einer Lebensversicherung oder einer Rentenversicherung sehr genau überlegen. Verbraucher, die sich selbst umfassend informieren, bevor sie einen Vertrag abschließen, der 30 Jahre läuft. Und die nicht akzeptieren wollen, dass der Vermittler dann trotzdem eine deutlich vierstellige Provision einstreicht, obwohl er sie nicht mehr stundenlang beraten muss.

Wenn Sie so eine abschlusswillige Person kennen, mit der wir nicht viel Arbeit haben, sind wir gern bereit, Sie dafür angemessen zu belohnen – mit 50 Prozent der Abschlussprovision. Das ist unser Beitrag zum Verbraucherschutz.