Beschwerden haltlos

Anfang des Monats ist über uns ein Artikel im Versicherungsjournal erschienen, der unter anderem angebliche Beschwerden bei BaFin, IHK und Wettbewerbszentrale gegen uns erwähnt hat. Seitdem versuchten immer wieder Kollegen, uns mit Verweis diese Beschwerdeverfahren öffentlich zu diskreditieren. Das zeigt, wie nervös doch einige reagieren, wenn es um das Provisionsabgabeverbot geht – eine typisch deutsche Regelung von 1934, die nach unserem Bauchgefühl ohnehin auf einem Europäischen Binnenmarkt nicht mehr lange Bestand haben wird.

Getreu dem Motto „irgendwas bleibt immer hängen“ war sich der Wettbewerb nicht zu schade, beispielsweise anonym entsprechende „Bewertungen“ auf unserem Qype-Profil abzugeben. Doch nun haben wir schriftlich, was uns vorher klar war und seitens der genannten Stellen auch telefonisch schon mitgeteilt wurde: Das Geschäftsmodell und die Werbemaßnahmen der Tippgeber UG sind rechtlich nicht zu beanstanden.

Das schreibt uns das Bundesamt für Finanzdienstleistungsaufsicht (gesamtes Schreiben vom 26.05.2011 als PDF herunterladen (33 KB)):

Ich sehe jedoch nach meinem derzeitigen Kenntnisstand keine Veranlassung, aufsichtsrechtlich tätig zu werden.

Und die Industrie- und Handelskammer zu Köln holt noch ein wenig weiter aus und bezieht auch die Stellungnahme der Wettbewerbszentrale mit ein (Update 1.6.: leider möchte die IHK nicht, dass wir das komplette Schreiben im Original veröffentlichen). Der entscheidende Satz:

Für ein Vorgehen der IHK Köln als Erlaubnisbehörde gemäß § 34 d Abs. 1 und Abs. 2 der Gewerbeordnung gibt es derzeit keinerlei Anhaltspunkte.

Damit sollte diese unselige Diskussion nun beendet sein. Einige Kollegen haben ja auch durchaus schon erkannt, dass wir nicht Feind, sondern Freund sind – zum Beispiel für Honorarberater oder für gebundene Vermittler, die für ihre Kunden ein ehrliches Geschäft machen wollen.

Und mit allen anderen reden wir gern im persönlichen Gespräch – ohne irgend welche komischen Behördenbeschwerden im Nacken – darüber, warum es nicht verboten ist, dem Markt ein gutes Angebot zu machen. Und darüber, dass jemand, der seine Kunden stets fair und ehrlich berät und bei Problemen für sie da ist, keine Angst haben muss, dass der Kunde sofort weg ist, wenn irgendwo ein lukrativeres Angebot aufpoppt.